Studium Ü30
Finanzierung
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Finanzierung

Ein nicht sehr erfreuliches Thema:

Die gute Nachricht zuerst. Es gibt vereinzelt Möglichkeiten wie Stipendien oder Studienkredite, z.B. bei:

Anbieter  Höhe  Voraussetzungen  Bemerkungen 
Deutsche Bildung:
http://www.deutsche-bildung.de/
bis 30.000 EUR, in der Regel 36 Monate Rückzahlungshöhe abhängig von späterem Einkommen, Auswahlverfahren 
Bildungsfonds:
http://www.bildungsfonds.de/
bis 1.000 EUR pro Monat, Regelstudienzeit + 1 Semester
  • Bestehen des Auswahlverfahrens
  • vermutlich gute Studienleistungen und spätere Verdienstmöglichkeiten, da Rückzahlungshöhe davon abhängig
  • Bonitätsabfrage bei der Schufa
Rückzahlungshöhe abhängig von späterem Einkommen, Auswahlverfahren 
Aufstiegsstipendium der Bundesregierung:
http://www.sbb-stipendien.de/aufstiegsstipendium.html
670 EUR + 80 EUR pro Monat Büchergeld für Vollzeitstudium; 2.000 EUR pro Jahr für Teilzeitstudium
  • dreistufiges Auswahlverfahren,
  • besser als gut abgeschlossene Berufsausbildung oder Aufstiegsfortbildung,
  • Berufserfahrung und "Nachweis über die besondere Leistungsfähigkeit in Ausbildung und Beruf"
 
Bildungskredit der EKK Bank:
http://www.ekk.de/privatkunden/finanzieren_sie_ihre/bildungskredit.html 
bis 500 EUR / Monat, bis 35.000 EUR, bis vier Semester rückzahlungsfreie Orientierungsphase  Bonität? auch für berufsbegleitende Studien, kein Leistungsnachweis, aber Immatrikulationsbescheinigung jedes Semester verlangt 
       

Wohngeld

 
  • Man ist nicht mehr "dem Grunde nach" förderungsfähig für Bafög, z.B. wegen Überschreitung der Förderdauer oder wegen des Alters - nicht aber, wenn man selbst oder die Eltern nur "zu viel" verdienen und man deswegen nicht gefördert wird.
  • Achtung: Ein Mindesteinkommen muss vorhanden sein!
muss nicht zurückgezahlt  werden

 

Der Rest bleibt uns leider schon von vorneherein verschlossen:

Bafög - Ausnahmen: Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, frühere Studienaufnahme verhindert z.B. durch Schwangerschaft
Studentische Krankenversicherung - bleibt nur die sog. "freiwillige" für ca. 140 EUR im Monat, genauer gesagt 14,9% des Einkommens plus Pflegeversicherung, die man alleine tragen muss, die 140 EUR sind der Mindestbeitrag, bei höherem Einkommen zahlt man auch mehr
Meister-Bafög - geht nur für subakademische Weiterbildungen wie Meister, Betriebswirte (IHK), staatlich geprüfte Betriebswirte u.v.m.
Vergünstigungen wie günstiges Konto etc. geht meist auch nur bis 30

 

Duales Studium

Es gibt inzwischen einige Studiengänge, die man dual, d.h. bei einem Unternehmen studieren kann. 

Vorteile:

  • Man bekommt das ganze Jahr über Geld (aber nicht immer werden die Studiengebühren von den Firmen bezahlt).
  • Man bekommt Praxiserfahrung.
  • In manchen Modellen ist sogar eine Berufsausbildung mit einer IHK-Prüfung integriert.


Nachteile:

  • Die Hochschule kann ein paar hundert km entfernt sein, so dass man einen zusätzlichen Wohnraum benötigt.
  • Es ist nicht so hoch angesehen wie FH oder Uni, was sich bei einer Zulassung für einen Master zeigen kann und
  • Studenten an Berufsakademien, die nicht als Hochschule anerkannt sind, können nicht in die studentische Krankenversicherung.

 

  • Bei der DHBW Baden-Württemberg kann man einige Studiengänge als duales Studium belegen, d.h. drei Monate beim Praxispartner, drei Monate in der Hochschule. Während der ganzen Zeit bekommt man einen Lohn vom Praxispartner, der laut Foren zwischen 500 und 1000 EUR liegen kann. Ohne Praxispartner kann man ein solches Studium aber nicht belegen.
  • Berufsakademien, z.B. in Hessen
  • Privat-Hochschulen, z.B. die FOM
  • das Bayrische Modell an FHs: Dauert 5 Jahre und beinhaltet eine Berufsausbildung und einen Bachelor
  • sog. Kooperative Studiengänge, z.B. an der HTW Saarbrücken oder FH Darmstadt